Monika Ceppi-Imboden
Geschäftsleitung JAST Oberwallis

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Konzepte

Konzept steps4youth Jugendausbildung
Konzept_steps4youth_2016.01.28.pdf
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Konzept Implementierung auf Oberwalliser Ebene
Konzept_Implementierung_s4y__2016.02.02.
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Entstehungsgeschichte & Idee

Die Jugihelfer von Visp dürfen viel Verantwortung im Jugendtreff übernehmen. Damit nicht jeder Jugihelfer separat in seine Tätigkeiten eingeführt werden muss, kam die Idee auf, Ausbildungen durchzuführen. Die Ausbildungen wurden in den letzten zwei Jahren stets ausgereifter und da die Jugendlichen stets mehr Erfahrungen hatten und ihnen die bisherigen Tätigkeiten langweilig wurden, wurden beständig neue Module entwickelt. Aufgrund der Erfahrungen in der Jugendarbeit in Visp und Zermatt sowie im Austausch mit anderen Jugendarbeitenden kristallisierte sich heraus, dass die Jugendlichen oft enge Begleitung benötigen, damit sie partizipieren können. Viele Jugendarbeitenden haben zu wenige Zeitressourcen, um die Ansprüche von allen Jugendlichen und der Bevölkerung gewährleisten zu können. Die Freude an der Befähigung der Jugendlichen und die Erfahrung, dass Partizipation Jugendliche nachhaltig positiv in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwirksamkeit verändert, sind ausschlaggebend für die Idee eines Ausbildungssystems für die offene Jugendarbeit.

 

Ebenso wie die Erfahrung, dass während der Oberstufe ausgebildete Jugendliche der Jugendarbeit „verloren“ gehen, weil sie nicht mehr regelmässig in den Treff kommen. So geht viel Knowhow verloren. Der Anreiz eines Systems ist, dass die Jugendlichen sich hocharbeiten können und sich so einige weiter für die Jugendlichen engagieren, auch wenn sie selber älter werden.

 

Zudem können viele bestehende Kursangebote erst ab 16 oder 18 Jahren besucht werden. Die Erfahrung der Jugendarbeitsstelle zeigt, dass Jugendliche meist bereits in der frühen Pubertät Verantwortung übernehmen wollen und auch am meisten Zeit dafür haben. Je früher diese Eigenverantwortung erlernen und gute Erfahrungen mit Mitbestimmung machen, desto eher werden sie sich auch später zivilgesellschaftlich beteiligen. Damit diese motivierten Jugendlichen dem stark gefragten freiwilligen Engagement und tragenden Teil unserer Schweizer Gesellschaft nicht verloren gehen, möchte steps4youth die bestehende Lücke im Bereich des informellen Lernens schliessen.

 

Angelehnt an der Idee vom System der Jugend & Sport Ausbildungskursen, der oben geschilderten Erfahrungen, dem Wissen um die Kurse von Infoklick.ch sowie dem Austausch mit anderen Jugendarbeitenden, welche die Idee als bereichernd empfanden entstand das im Folgenden kurz geschilderte Konzept der „Jugendausbildung steps4youth“. Für die Jugendarbeit gab es bisher viele einzelne Kurse und Ausbildungen, die alle ihre Wirkung nicht verfehlten. Bis im Sommer 2015 dauert noch das Pilotprojekt an der Jugendarbeitsstelle Visp. Dieses hat die Gemeinde Visp und die kantonale Jugendkommission bisher vollumfänglich finanziert und einen Zusatzkredit gesprochen, weil sie dieses Projekt für die Vereine von Visp als wichtig erachten.

 

Aufgrund der guten Feedbacks der Jugendlichen, den Präsidenten der Jugendarbeitsstellen Oberwallis, der Jugendarbeitenden sowie auch der Vereinspräsidentenkonferenz von Visp, wird das Projekt nun neu unter der Federführung von JAST OW im gesamten Oberwallis durchgeführt. Dank der grossen Unterstützung von Stiftungen ist auch die Hürde der Finanzierung geschafft und die Ausbildungen können allen Jugendlichen aus dem Oberwallis angeboten werden.

Ziele

  • Jugendliche aus dem Oberwallis können Verantwortung für sich und andere übernehmen und erleben dadurch Selbstwirksamkeit.
  • Jugendliche können niederschwellig und informell neue Fähigkeiten erlernen, welche sie im Berufsleben brauchen können.
  • Die Jugendlichen erleben Gemeinschaft mit Gleichgesinnten und vernetzen sich mit diesen.
  • Das Ausbildungssystem bietet niederschwellige altersgemässe und methodisch adäquate Ausbildungen, die auch bildungsferne Jugendliche abholt.
  • Das Ausbildungssystem ist nachhaltig, indem Wissen über verschiedene Kurse aufgebaut, das freiwillige Engagement wertgeschätzt und fundiertes Kursmaterial abgegeben wird.
  • Die Vereine haben ergänzend zu ihren Ausbildungen Unterstützung in der Nachwuchsförderung.
  • Die Jugendarbeit kann durch die Ausbildungen in kurzer Zeit viele Jugendliche befähigen, eigenständig zu agieren.
  • Durch die Ausbildung von Juniorexperts gibt es mehr Projekte von und für Jugendliche.
  • Durch Jugendarbeitende geführte Jugendtreffs stellen Jugiexperts im Nebenjob an, damit er nach Bedarf öfters offen ist oder die Jugendarbeitenden ihre Ressourcen in neue Projekte investieren können.
  • Ehrenamtliche fühlen sich befähigt, einen autonom organisiereten Jugendtreff zu führen und wissen auch mit schwierigen Situationen umzugehen.